Wanderwochenende Herren 2015

Auch in diesem Jahr war wieder für die ER Gruppe wandern angesagt. Getroffen haben wir uns, wie immer, auf dem Parkplatz Benrader Obsthof.
Unser erstes Ziel war das Radioteleskop Effelsberg in der Eifel. Für lange Zeit war es das größte Radioteleskop der Welt, heute nimmt es mit einem Durchmesser von 100 m Platz 2 ein. Das größte steht in den USA mit einem Durchmesser von 102 m.
Einige Daten zum Radioteleskop:
Bauzeit 1968 bis 1971
Inbetriebnahme 1. August 1972
Masse: 3200 Tonnen
Oberfläche: 7850 Quadratmeter
Durchmesser 100 m
Horizontaldrehung 12 Minuten/360 Grad
Wir haben uns einen Vortrag angehört, interessant, doch die genannten Zahlen über Entfernung etc. waren so unglaublich, dass dem einen oder anderen die Augenlider schwer geworden sind. Übrigens, in diesem Jahr hat unsere Turngruppe fast komplett an diesem Wochenende teil genommen.
Auf unserer Weiterfahrt zum Hotel in Welling haben wir noch einen Kurzstopp in einer Metzgerei eingelegt, anschließend einen weiteren Stopp mit Führung auf der Burg Bürresheim.
Am Samstag sind wir dann zu unserer Wanderung gestartet.
Monrealer Ritterschlag
Schwierigkeit: schwer
Strecke: 13,8 km
Aufstieg: 508 m
Abstieg: 508 m
Dauer: 5,0 h
Tiefster Punkt: 250 m
Höchster Punkt: 420 m
Alle haben das Ziel wohl behalten erreicht – keiner hatte am nächsten Tag Muskelkater.
Für den Sonntag war noch ein Höhepunkt geplant, der Besuch mit Führung der Dokumentationsstätte Regierungsbunker.
Ein etwa 200 Meter langes Teilstück des ehemaligen „Ausweichsitzes der Verfassungsorgane der Bundesrepublik Deutschland in Bad Neuenahr-Ahrweiler ist als Museum und Dokumentationsstätte für die Öffentlichkeit zugänglich.
Doch, bevor wir unser Ziel erreicht haben, sind wir auf Grund einer falschen Eingabe in unserem Navigationsgerät in einem Weinberg gelandet – die Wanderer haben uns böse Blicke hinterher geschickt. Manchmal ist es doch besser, wenn man sich auf die Landkarten und seinen persönlichen Ortssinn verlässt.
Der Regierungsbunker kann nur in Verbindung mit einer Führung besichtigt werden, es lohnt sich. Die Tourist Information Bad Neuenahr ist der Träger des Museums, not gedrungen, denn seiner Zeit hat sich keine Institution bereit erklärt, das Museum zu übernehmen. Man ist davon aus gegangen, dass höchstens 50 Besucher wöchentlich das Museum besuchen – tatsächlich sind es in der Zeit von April bis Oktober (Öffnungszeit des Museums) 80.000 Besucher. Das Museum ist auf keine Zuschüsse angewiesen.



Zum Abschluss noch einen Bummel durch Bad Neuenahr gemacht und anschließend nach Hause gefahren.
Es war wie immer ein erlebnisreiches Wochenende.

Dieter Huck